Mindset

Ich Vollpfosten – auf den Weg zu meinem Ruin?

 

 

Rico von https://www.erfolgreich-sparen.com/ kommentierte erst kürzlich:

„…Blöd ist halt nur, dass die meisten durch Schmerz lernen, bei dir kann man diesen Effekt nicht beobachten.“

 

Zack die Bohne, das hat gesessen.

Selbstschuld!

Wer große Töne spuckt und ständig in den Everglades baden geht, der muss sich über abgebissene Gliedmaßen nicht wundern.

Zeit für einen neuen Artikel über mein Mindset und wie ich die Situation sehe.

 

 

 

Was ist bisher passiert?

Ich habe diese Seite im März 2017 online gestellt und vollmundig von einer Jahresperformance jenseits der 20% Marke pro Jahr gesprochen. Entsprechend hoch waren die Erwartungen hier bei den Lesern und es ging auch sofort los wie die Feuerwehr!  Im August 2017 war das Depot von den Ursprünglichen 180k bereits auf 217k gestiegen über 20% in 3 Handelsmonaten BÄHM!

Leider ist Börse keine Einbahnstraße und Draw Dows könne auch mal länger als 12 Monate sein! 

Es kam wie es kommen musste, die Gewinne wurden wieder abgegeben und der Euphorie folgt Ernüchterung. Auch bei mir wachsen die Bäume nicht von heute auf morgen in den Himmel. Ganz im Gegenteil (Stand 17.07.18  167.500 EUR), aktuell notiert das Depot ca. 8% im Minus!

Viel hin und her macht Taschen leer?

jeder kennt diese Börsenweisheit und damit kommen wir auf meine gern Aussage dieser Seite und dem aktuellen Ergebnis zurück.

Meine 1.Reaktion auf das Ergebnis und die eigene Suche nach der Ursache

mir fehlt die Disziplin! ABER, ist es wirklich Mangel an Disziplin?

Inzwischen glaube ich das Problem ist weniger meine Disziplin, als viel mehr die fehlende Erfahrung im Umgang mit Optionen! Nüchtern betrachtet habe ich nun 14 Monate Geld umgedreht und ein undisziplinierter Trade (zugegeben dieser Sojabohnen Trade -17.647 USD war extrem dumm und undiszipliniert!) weniger, das Ergebnis wäre trotz allem positiv!

Ohne die Performance schön reden zu wollen, so denke ich ist es eine für das Umfeld entsprechende, noch akzeptable Performance. Wie komme ich darauf? Nun wenn ich auch nicht direkt an einem Coaching teilnehme, so schaue ich doch meinen beiden Lehrer über die Schulter. Sowohl Jens Rabe (von https://www.optionsstrategien.com/) als auch Christian Schwarzkopf ((von https://www.optionsuniversum.de/) veröffentlichen ihre Ergebnisse und bilden somit für mich eine direkte Benchmark zu meinem Handel! Beide sind dieses Jahr ebenfalls mit Ihrem Depot hinten und Beide bleiben „ihren Strategien“ treu!

Meine fast schon störrischen Umsetzung der Strategien sehe ich (noch) nicht als fehlender Lerneffekt. Ganz im Gegenteil, sondern eher als extrem Diszipliniert und eben nicht umfallenden,  ständigen hin und her springen wenn es komplett gegen einem läuft.

Die Zukunft wird zeigen, ob es richtig war an diesen Regelwerken festzuhalten, aktuell bin ich noch immer 100% Überzeugt von dem Erfolg der 123BF und BF70+ Strategie in Verbindung mit einfachen Aktien- und Optionshandel. Dennoch, die massiven Verluste über den Stop Loss der letzten Zeit haben definitiv einen Lerneffekt bei mir erzielt und sollten werden in dieser Form nicht mehr vorkommen!

Ich habe diese Seite ins Leben gerufen, um zu testen ob es funktioniert durch „Hin und her“ ein regelmäßiges Einkommen zu generieren. Und wenn es funktioniert, unter welchen Bedingungen!

Wie oben beschrieben ist es ein Prozess innerhalb klar definierter Regeln. Sobald ich das Gefühl habe, ich habe den Prozess abgeschlossen und kann meine Ziele erreichen, geht es weiter mit dem Moneymanagement!!!

Ich habe oft geschrieben und wiederhole mich, das die Positionen zum aktuelle Depot zu groß sind! Wer „nur“ 180.000 EUR zur Verfügung hat, der sollte auf keinen Fall meine Positionsgrößen handeln!

Daraus resultiert natürlich auch eine extreme Kapitalkurve mit viel zu großen Ausschlägen. Ich sehe aber die aktuellen Gewinne und Verlust im Zusammenhang mit einem 500k Tradingkonto (Ziel für das Jahr 2022). Wenn ich dann noch ein 100k Pufferkonto einbeziehe und ein ständig wachsendes Buy&Hold Depot wird das ganze langsam aber sicher auch unter dem Aspekt Risiko und Moneymanagement rund.

Das Momentum Heute und mein Big Picture weichen extrem von einander ab, keine Frage! Dies ist eine Bewusste Entscheidung meinerseits und vielleicht sehr schwer nachvollziehbar für Außenstehende. Am Ende wird sich zeigen, ob die mahnenden Wort von Rico oder mein Wahnsinn sich durchsetzen wird. Aktuell liegen alle Argumente bei meinen Kritikern, aber wie schnell sich das ganze Bild drehen kann haben mein Leser der ersten Stunde im Sommer 2017 erleben dürfen!

Ich arbeite weiter an der Qualität meines Vermögensaufbau und halte an meinen Strategien und Ziele fest!

In diesem Sinne wünsche ich euch eine gute Zeit!

 

Für mich geht es jetzt in den Urlaub und vielleicht melde ich mich Mitte August ja schon mit einer positiven Depotperformance zurück?

8 Gedanken zu „Ich Vollpfosten – auf den Weg zu meinem Ruin?

  1. Kennst du schon AlleAktien? Neben geldchallenge die Seite, die ich auch täglich verfolge. Dort bei AlleAktien gibt es extrem ausführliche Aktienanalysen, langfristige Investmentideen, und recht ordentliche Unternehmensvorstellungen. Was hältst du von AlleAktien?
    Es gibt bei AlleAktien eine Premium Mitgliedschaft, die aber was kostet. Ich weiss nicht, ob die das Geld wert ist (20 EUR/Monat). Was denkst du, könntest du dir die Seite mal ansehen und deine ehrliche Meinung dazu schreiben? 🙂
    Das wäre richtig cool!

    GG aus Berlin,
    Andreas

    1. Hallo Andreas,
      da ich kein Zugang zu dem Mitgleiderbereich besitze, kann ich natürlich auch nicht beurteilen, ob er die 20 EUR/Monat wert ist oder nicht.
      Meine ehrliche Meinung, ich würde keine Premium Mitgliedschaft abschließen. Zum einen kann ich den Mehrwert nicht erkennen und das vorgestellt Regelwerk geht nicht mit meinem Anlagefokus konform! Natürlich betreibe ich ebenfalls Buy&Hold sowohl mit Wachstums- als auch mit Dividendenaktien und REITs. Was mir persönlich nicht gefällt, ist der fehlende Plan im falle eines echten Crash mit lang andauernden Bärenmarkt! Augen zu und durch, wird zwar extrem häufig publiziert, ist für mich aber keine Lösung und schon gar keine Strategie. Außerdem bin ich auch nicht wirklich an Unternehemsalysen und unendlich vielen Zahlen interessiert. Für mich zählt entweder das Momentum (Chart) oder die Dividenden- Historie. Alles andere ergibt sich im laufe der Haltedauer einer Aktie. Kurzum ich halte es fast für egal ob ich mir Shell, Procter&Gamble, Mc Donalds oder Altria kaufe. Solange die Historie nicht nachhaltig verletzt wird, sind für mich diese Firmen gleichermaßen ein Kauf. Du kannst dieser Firmen auch mit jedem anderen Dickschiff eines guten Dividendendepot austauschen! Warum soll ich für diese wirklichen „offenen Geheimnisse“ dann auch noch Geld bezahlen?
      Beste Grüße
      Axe

  2. Wahrscheinlich weisst du, dass 90% der Trader mittel-langfristig kein Geld verdienen? (egal ob mit Optionen, KnockOuts, CFDs, Futures o.ae.)

    Wenn du also zu den Top 10% gehoeren willst musst du sehr lange, sehr hart trainieren, psychologisch aufarbeiten und vielleicht, vielleicht schaffst du es trotzdem nicht, weil dir ein Quentchen Begabung fehlt?

    Ist es dir das wert?
    Warum?
    Was sind deine Motive?
    Rechthaberrei vor Dir oder anderen?
    Wenigstens die Verluste/die verpasste Rendite wieder aufholen?
    Woher kommen eigentlich deine Motive? Wieso sind sie so, wie sie sind?

    Stell dir etwas vor, bei dem du (nur) mittelmaessig bist (zB Schach, Gewichtheben, Marathon, Hochsprung, …).
    Nun stell dir vor, was du alles tun muesstest und wie lange es dauern wuerde, um zu den 10% Besten zu gehoeren?
    Unanagenehm, anstrengend, gell?

    Warum denkst Du, dass es beim Trading anders sein wuerde?

    Immerhin toll, dass du hier das alles so offen ausbreitest!
    (Die allermeisten machen das mit sich selber aus und schaemen sich ihres Versagens)
    Hoffentlich schaffst du es rechtzeitig die Reisleine zu ziehen. Wo ist deine? -20, -30, -50% oder nie?

    1. Hallo Joerg,
      vielen Dank für Deine mahnenden und ehrlichen Worte! Natürlich weiß ich wie die Börse funktioniert und das angeblich 90% der Trader mittel bis langfristig kein Geld verdienen. Du musst wissen, ich habe das Geld für diese Challenge nicht geerbt oder eine Prämie/Abfindung oder sonstige Einmalzahlung erhalten, sondern mir durch meine Finanzentscheidungen seit Mitte der 90er erarbeitet. Ich habe im Neuen Markt gezockt, Ost Immobilien und Altbauwohnungen gekauft, Daytrading mit CFD Future und Optionsscheine betrieben und und und. ABER ich habe es nie für mich dokumentiert! Es wurde mehr und ich weiß sehr genau was ich nicht kann. Wenn man so will, gehöre ich schon zu den Top 10% 😉

      Das Buy&Hold in Verbindung mit Dividenden und Wachstum funktioniert, ich denke da sind wir uns einig und zeigt ja auch mein Ergebnis. Was ihr hier nicht seht sind meine Immobilien, auch hier gibt es für mich nichts zu diskutieren. Läuft ebenfalls! Meine Motivation zu dieser Seite liegt darin begründet, dass ich 2016 erstmals von den Möglichkeiten des RICHTIGEN Optionshandel gehört habe! Also keine Zockerei mit Optionsscheinen oder gar bin Binären Optionen. Nachdem ich dann von Dez’16 bis März’17 mir das wissen in der Theorie angeignet habe, habe ich mir gedacht ich probiere es jetzt auch aktiv aus! Für alle Nerds wie mich, denen Buy&Hold zu wenig ist, die aktiv an den Märkten teilhaben wollen und zumindest das Gefühl des Handels lieben, für die mache ich es transparent und öffentlich hier. Ausgang völlig offen!

      Zurückkommend auf die gern Aussage, 90% verlieren an der Börse ihr Geld und gehen Pleite oder sie können den Markt LANGFRISTIG NICHT SCHLAGEN Abwarten! langfristig ist das entscheidende Wort dabei! Es geht mir nicht darum irgendjemanden zu schlagen, aber langfristig haben die Märkte ein gewisses Muster und wenn man diese Muster durchhandelt, dann wird man auch einen höhere Rendite als der Markt erzielen. Meine aktuell 15 gehandelten Monate sind da lange nicht ausreichend. 2022 ziehe ich mein Fazit ob ich mich auf diesen Art des Handeln einlasse oder nicht. Natürlich unter ständiger Kontrolle meiner Erwartung und dem tatsächlichen geschehen an den Märkten. Bis jetzt sind die G+V entsprechend den Erwartungen im Rückblick wie sich die Märkte (der Russel2000) verhalten haben. Somit gibt es keinen Grund für mich die Reizleine zu ziehen.

      Kurzum ich ziehe die Reißleine nicht nach der Performance, sondern wenn sich Strategien anders entwickeln, als es die Erwartung vorgibt!

      Wir werden sehen, wo es mich bis 2022 hinführt. Ziel bleibt 500k ohne das Depot weiter zu kapitalisieren!

      1. Gute Antwort, gratuliere zur 10%-Spitze Axe,
        es wuerde ja dann auch keinen Armen treffen, wenn’s nicht klappt (Immos bleiben).

        Ich hatte es als junger Mensch lange mit Trading versucht (TechAktien, KnockOuts, ClickOptions, CfDs). Reich wurde nur mein Broker ;-).
        Ich gehoere nicht zu den 10% Besten – tut gar nicht weh das einzugestehen. Zeitaufwand ist auch ungesund.
        Habe Frieden mit meinen Fehlern der Vergangenheit gemacht. Seit ich ETF-Sparplaner bin laeufts in ruhigen Bahnen.

        Gegen Langeweile hilft ein bisschen Traden (CfDs) aber nur im System „Auf die Lauer legen wie ein Krokodil“ = Abfischen von vorboerslichen SLs bei extremen Uebertreibungen (div. Basiswerte, Indices).
        Die letzten Kauf-Trades wurden im Feb/Mrz Dip ausgeloest. Mit ganz kleinen Lots. Nix zum Reich werden, nix zum Arm werden nur zum Spass an der Freud und die Skills aufrechterhalten, falls mal richtig fette Fische vorbeischwimmen …

        Geht ja auch mit ETFs bei Wertpapierkredit beim Online-Broker einfach entsprechende Order einstellen (nur Kaeufe) und Monate/Jahre lauern. Hatte immermal wieder gut geklappt (Brexit, etc). Aber je groesser das Depot wird, um so %ual unbedeutender sind so kleine Schnaeppchen fuer den Gesamt-Marathon.

        Weiterhin viel Glueck. Joerg

        1. Naja, auch die ETF Sparplananleger gehören zu den 100% Teilnehmer am Finanzmarkt und dementsprechend machen auch da nur etwa 10% Gewinne, wenn denn die Zahl das 90% verlieren oder pleite gehen wirklich so stimmt 😉

          Mir ist dieser ETF Hype zu einseitig! Die ganzen ETF Gurus nehmen keine Verantwortung und relativieren mir das Risiko zu sehr! Denn auch diese Depots können entsprechend deines 1. Kommentar 10%-20%, 50% und mehr verlieren, aber laut deren Aussagen alles ohne Reißleine!?!? Aus meiner Sicht viel riskanteres Investieren, als mein Ansatz. Ich hedge das Depot und habe eine gewisse Kontrolle über mein Handeln, nicht über die Märkte das ist nicht zu verwechseln und schon gar nicht gleichzusetzen in der Bedeutung! Natürlich volatiler und auf den 1.Blick deutlich riskanter, aber das eigentliche Risiko liegt nicht an der Börse, sondern in meinem Kopf. Spielt der immer schon mit, dann werde ich auch meine Ziele erreichen.

          Es gibt so viele erfolgreich Wege, aber reich wird man damit bestimmt nicht, und wenn dann mit Sicherheit nicht in kurzer Zeit! Leider auch ein Klischee welches über aktive Händler herrscht.. meine Yacht, meine Villa und mein Konto von 0 auf 1 Mio in 6 Monaten…. nicht mein Weg 😉

          Ebenfalls alles Gute und melde Dich zwischen durch, Axe

  3. Wow, freut mich, dass du dir das so zu Herzen nimmst! 🙂 Die fehlende Disziplin bezog ich vor allem auf dein Trade-Management, was Fehler und Verluste angeht. Regelmäßig einen Trade zu eröffnen ist halt nur eine Seite der Medaille. Die Arbeit fängt dann erst an und heißt Risiko-Management. Es geht also genau darum diesen einen Trade zu vermeiden, der die Performance verhaut. Genau DAS ist das Ziel. „Ohne den einen Trade wärs gut gewesen“ habe ich mir früher auch viel zu oft gesagt. Aber du HAST diesen Trade eben. Und er HAT dir deine Performance verhagelt. Und deswegen hast du kein Geld verdient, egal wie toll alles andere war. Ich finds auf jeden Fall super, was du hier produzierst. Erkenne hier viele Fehler aus meinen Anfängen wieder. Nur, dass mein Konto damals kleiner war 😉

    1. Yo, die Kontogröße erweitert nur das Spielfeld 🙂 Aber im Ernst. Das Geld ist ja nicht vom Himmel gefallen, sondern kommt aus jahrelangen Vermögensaufbau! Seit den 90er arbeite ich an meinem Ziel. Jeder verloren Cent tut mir weh, aber es gehört einfach dazu! Es gab Immobilieninvestment, die haben zwischenzeitlich deutlich mehr gekostet als die Tradingverluste hier. Am Ende wurde das Big Picture letztendlich aber bisher immer erreicht. Eine Schule durch die ich wirklich schon sehr lange Zeit gehe.

      Natürlich reflektiere ich jede Kritik hier. Wenn Sie dann noch qualifiziert und vom Fachmann kommt, wäre ich ja blöd diese nicht an- und aufzunehmen. Letztendlich ist es Sinn und Zweck meines Blogs wie man als Anfänger ein aktives Einkommen an der Börse aufbaut.

      Aktientrading kann ich und da fühle ich mich sicher, hat aber den Nachteil es funktioniert nur in eine Richtung. Haben wir einen Bärenmarkt war es das. Verpasst man dann noch den zeitigen Ausstieg, war es bei mir so wie mit diesem einen Trade 🙂 Die Performance von mehreren Monaten/Jahren ist versaut. Ob Optionen am Ende ein fester Bestandteil meines passiven/aktiven Einkommen werden, wird auch viel von meiner Entwicklung abhängen.

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