passives Einkommen

BlogParade „passives Einkommen“

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passives Einkommen – gibt es nicht!

ja das ist meine Meinung zum passiven Einkommen! Hinter jedem Ertrag steckt eine Leistung. Ob diese Leistung nun viele Jahre harte Arbeit im Vorfeld bedeuten, oder ob ich in 10 Minuten eine Nischenseite ins Netz klatsche ist zu diesem Zeitpunkt mal egal, erst wird gearbeitet und dann bekommt man dafür seine gerechte Bezahlung! Damit könnte ich meinen Beitrag zur BlogParade von Vincent auf www.freakyfinance.net/blog/passives-einkommen/ eigentlich schon getreu meinem Motto „handeln nicht labern. Passives Einkommen gibt es nicht“  beenden 🙂

Da ich die Initiatoren Vincent und Eva von vermoegens-akademie.de dieser BlogParade aber sehr schätze und da mich dieses Thema bereits seit mehr als 20 Jahren beschäftigt hole ich gern weiter aus und erzähle euch meinen Weg zum passiven Einkommen.  

Wie passt es zusammen, das ich mich mit einem Thema mehr als 20 Jahre beschäftige, wenn ich doch selbst sage, das gibt es nicht? Nun das Ziel der finanziellen Freiheit, geht und ging für mich einher mit dem Ziel Multiplikatoren meines Einkommen zu schaffen. Damals irgendwann in der Mitte der 1990er Jahre gab es den Begriff des passiven Einkommen für mich noch gar nicht. Meine Überlegungen gingen dahin, wie ich es schaffe aus meinem „Schaffen“ mein Einkommen nochmal und nochmal und nochmal zu duplizieren. Zu der Zeit war ich bereits verheiratet und unser 1.Sohn war ebenfalls geboren. Mein Leben war eigentlich als typischer Angestellter mit 9-17 Uhr Job vorgegeben. Weder Kreativität, noch musikalische Begabung waren mir gegeben und für Unternehmertum war ich schon damals viel zu faul.

Also träumte ich vom Geld für’s nichts tun – passives Einkommen.

Das Ziel war also klar, wäre da nicht das Problem: Ich kann nichts und ich habe nichts, beste Voraussetzungen also 😉 Das Erste was mir damals einfiel, das eigene Haus! Super Idee und warum nicht gleichmal umsetzen. Dann Spare ich mit 67 zumindest die Miete. Früher werde ich nicht fertig sein, bestätigte mir auch der Banker, denn ich hatte tatsächlich nichts (außer ein kreditwürdiges Einkommen) und musste 100% finanzieren. Schlaue Blogs und Ratgeber gab es damals noch nicht, es gab noch nicht mal Internet…(Alter bin ich alt!) 🙂 

Als diese Idee dann in die Tat umgesetzt war und es mit dem Internet los ging, habe ich die Börse entdeckt! Es war 1999 und ich habe meinen Ersten VWL Vertrag ausgezahlt bekommen 6.000 D-Mark! Der Startschuß zum passiven Einkommen!? Ich war mir 100% sicher! Alles in EMTV der neue Markt war eine Gelddruckmaschine, was soll schief gehen. Ein Jahr hat es aus gedauert das Konto war auf 180.000 DM gewachsen, Noch ein paar Monate und ich kann das Haus schon ab bezahlen, ach was ich habe für mein Leben ausgesorgt! CRASH-BOOM BANG …ich kann nichts, ich habe nichts …alles zurück auf Null! Wie sang die Band Juli später so schön..

„..ja, ich weiss Es war ’ne geile Zeit Hey, es tut mir Leid Es ist vorbei Es ist vorbei es war ne geile Zeit…“

Jammer ist aber so gar nicht mein Ding! Das Leben und vor allem Familie ist zu schön um Träume hinterher zu laufen. Gut Börse war dann mal ein Flop, aber es gibt ja noch Immobilien. Nachdem die Familie um eine weiteres Mitglied vergrößert wurde und meine Frau neben dem Familien Management auch wieder in Ihrem Beruf eingestiegen ist war Liquidität über und wir entschieden uns für Mietobjekte. Wieder war das Budget viel zu klein für das vorhaben, aber der Traum irgendwann mit 60 Jahren von den Mieten leben zu können, war sofort wieder da. Irgendwann und irgendwie muss doch das passive Einkommen mal in einen festes Korsett geschürrt werden können…. JA! tatsächlich, mit 60! sollte das Objekt getilgt sein, heute in der Rückbetrachtung ist es das 1. Mal gewesen, dass das passive Einkommen real terminiert wurde.

Das Internet wurde immer Leistungsfähiger und Aktienkäufe mussten nicht mehr via Teletext und telefonischer Order getätigt werden, nein man hatte Zugriff auf Handelsplattformen! Ok- real Time war dann noch eine Geschichte aus dem kommenden Star Wars Film aber, immerhin!  Die Mietobkjekte liefen, zwar alles andere als passiv aber sie liefen! Meine Erfahrung mit der Börse, die Technik und letztendlich die Performance  wurde von Jahr zu Jahr ebenfalls besser. Also von total Verlust, zu nur noch 50% Verlust zu so gut wie keine Verluste mehr. Aber vom passiven Einkommen, war ich soweit entfernt wie mein HSV von der nächsten Deutschen Meisterschaft.

Dennoch waren wir im Laufe der Zeit beruflich immer Erfolgreicher und unser Familieneinkommen wuchs, während die Ausgaben, dank fallender Zinsen deutlich weniger wurden. Aber weder die Erträge aus Mieteinnahmen, noch die Dividenden auf meinem kleinen Buy&Hold Depot fühlten sich nach Einkommen an. Ich würde es eher als Taschengeld oder noch besser Aufwandsentschädigung für Mietausfälle, Finanzkrisen und Firmen Pleiten betrachten. 

Aber wie gesagt, nicht Jammern weiter klotzen hieß es!

Aus alt macht man nicht neu, sagte mein Frau dann irgendwann 2010. Lass mal neu bauen…Yo, gesagt getan. Die Tatsache hat jetzt in sofern etwas mit diesem Artikel zu tun, dass wir unser altes Haus nicht verkauft sondern auch vermietet haben. Zwar immer noch mit der Aussicht auf Besitzübergabe im Alter von  67 aber dann gibt es nochmal einen Booster für unser späteres passives Einkommen. Ich sag euch wer schonmal ein Haus gebaut hat, spricht garantiert nicht von passiver Arbeit 😉

Im 2017 durften wir dann das erste Objekt verkaufen (10Jahre Haltedauer, aus steuerlichen Aspekten wurden eingehalten)! Wir waren in der komfortablen Situation das Darlehn auf die anderen Objekte verteilen zu können und somit den erzielten Erlös komplett für andere Dinge zur Verfügung zu haben! Unter anderem das Projekt hier auf meiner Seite!

Nun natürlich habe ich jetzt nicht mal eben 150k auf das Depot überwiesen und hoffe meine oben beschriebene schlechte Performance irgendwie zu toppen. Die Entwicklung ging natürlich weiter und ich konnte zumindest mit dem kleinen Konto regelmäßige Gewinne pro Jahr erzielen. Einzig die aktuelle Butterfly Strategie konnte ich mangels Deckung nicht im Echtgelddepot umsetzen. Im Freundes und Bekanntenkreis wurde ich hin und wieder als Speaker/Coach angefragt und konnte so mein Wissen weitergeben. Ich bin ja bekanntlich der Meinung das Traden ein Handwerk ist und durchaus erlernt werden kann.

passiv ist das alles aber beim besten Willen nicht!

Sollte ich vielleicht irgendwann tatsächlich in den Genuss kommen, aus meinem Depot jeden Monat soviel Geld an Dividenden zu erhalten, das ich nichts anderes mehr machen muss, dann ist das Einkommen vielleicht tatsächlich passiv – aber der Weg dahin ist alles andere als das! 

Ich spreche Bewusst von Dividenden und nicht von den Mieteinnahmen, die Konfrontation mit den Mietern, der Ärger beim Mieterwechsel, die ständigen Reparaturen all das lässt unsere Entschluss, sich komplett von den Immobilien zu trennen, immer weiter reifen! Als Mittel auf dem Weg dahin, war es der beste Dublikator! Als passives Einkommen aber für uns gänzlich ungeeignet! 

passives Einkommen

Damit schließt sich für mich der Kreis, jedem passiven Einkommen geht ein enormer Arbeitsaufwand hervor! Man stolpert und muss aufstehen und man stolpert wieder. Ich glaube wirklich vom passiven Einkommen kann man bei Elvis Presley oder Michael Jackson sprechen, aber ob die zu Lebzeiten das schon so gesehen haben 😉

 

 

Dies alles sind meine Erfahrungen und Meinungen zu dem Thema. Möchtest Du andere Erfahrungen lesen dann kann ich Dir den Beitrag von Matthias von getmad.de ans Herzlegen www.getmad.de/passives-einkommen-blogparade neben Dividenden bezieht er weitere Einkünfte mit automatisierten IT Leistungen.

Ein weitere sehr lesenswerter Artikel kommt von Oli dem pennigfuxer www.penningfuxer.de/2017/257/sollte-man-sich-auf-passives-einkommen-konzentrieren-meine-erfahrungen er durchleuchte die verschiedenen Möglichkeiten und stellt die Grundsatzfrage in den Raum lohnt sich die volle Konzentration auf dieses Ziel überhaupt?

ebenfalls sehr gut geschrieben auf seine Sicht der Dinge ist der Artikel von meinem Optionshandelkollegen Martin von Der Kapitalist der-kapitalist.net/passives-einkommen-blogparade  neben seinen eigenen Quellen die er schon nutzt gibt er uns auch den Ausblick es als Immobilien Investor weiter Dublikatoren zu schaffen. Wie ich finde zum Vermögensaufbau perfekt, später muss es dann jeder für sich entscheiden.

 

 

 

  

 

 

 

8 Gedanken zu „BlogParade „passives Einkommen“

  1. Stark, Axe! Jetzt kann ich mir meinen Beitrag sparen 😂
    Das sollte auch mein Ansatz werden. Besser hätte ich es nicht schreiben können.
    Dann muss ich mal sehen, ob mir noch was anderes einfällt…
    Danke für deine Teilnahme und deinen wie immer offenen und ehrlichen Einblick! Dass sind die Beiträge, aus denen man was mitnehmen kann, weil sie das echte Leben widerspiegeln!
    Beste Grüße
    Vincent

  2. Hast schon recht. Irgendwo steckt immer Arbeit in Einkommensströmen. Selbst wenn es „nur“ das lernen der Techniken dazu ist, Einkommensströme zu erzeugen. Aber wenn ich so dran denke, das ich fast 4 Jahre gelernt (und teilweise gelitten) habe, bis ich sagen konnte, das ich recht relaxt Geld an den Märkten verdiene, muss ich dir recht geben. Es steckt immer erstmal Arbeit dahinter, auch wenn man dies im ersten Moment vielleicht nicht als solche ansieht.

    1. Hallo Martin,
      genau das ist der Punkt, wenn es Freude macht und jede Sekunde Spaß macht, ist es dennoch aktive Arbeit. Ich vergleiche es gern mit einem Profifussballer, der hat seine gesamte Jugend dem Fussball gewidmet und wenn dann irgendwann die Millionen verdient wurden und das Geld auf einem Konto arbeitet, dann ist es indem Moment natürlich passiv, aber der Weg dorthin war alles andere als das.

  3. Hey Axe,

    großes Lob für diesen Beitrag. Ich teile deine Auffassung dazu fast vollständig. Ich denke nicht das passives Einkommen gar nicht existiert. Sich aber tatsächlich ein nennenswertes aufzubauen ist ein sehr sehr langer Weg.

    Ich finde es Klasse das du in deiner Zeit voller Hochs und Tiefs nicht aufgegeben hast, da können sich andere eine Scheibe abschneiden.

    Beste Grüße und ruhigen Dienst ;).
    Danny

    1. Hall Danny,
      Aufgeben ist keine Option 🙂 Vielen Dank für Dein Lob!
      Ich denke heute gibt es direktere Wege als meinen, aber ganz ohne Fleiß und Kollateralschaden ist ja auch irgendwie langweilig 🙂
      Beste Grüße
      Axe

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